Die Hasskrieger sind wieder da!

Vom neuen Rechtsextremismus und warum wir ihn nicht mehr los werden

19.02.20
20:00 Uhr

Hass im Netz – Gewalt auf der Straße. Der Umgang von Rechtspopulisten und -extremen mit der digitalen Infrastruktur ist versiert. Die neuesten Losungswörter der politischen Sprache sind das Eigene und die Grenze. Ihre Mittel: Strategiepapiere, Guerilla-Marketing und organisierte Hasskampagnen. An die Stelle straff organisierter Gruppen treten immer öfter lose Netzwerke. Nimmt man ihnen den Zugang zu einer Plattform, eignen sie sich die nächste an oder bauen eine eigene Infrastruktur auf. Der Nationalismus ist wieder da. Verspätet kehrt er auch in Deutschland zurück, nachdem seine nach der Wiedervereinigung prophezeite Renaissance ausgeblieben war. Aber was wissen Alexander Gauland und Co. noch von der Nation, die sie angeblich so wichtig nehmen? Als Bildungsidee ist der Nationalgedanke längst tot. Wiedergeboren wird er als Ressentiment. Der AfD gelingt es, die Themen des öffentlichen Gesprächs zu bestimmen, und Politiker von Andrea Nahles („Wir können nicht alle aufnehmen“) bis Horst Seehofer („Herrschaft des Unrechts“) haben die Redensarten der rechtspopulisten bereits übernommen. Einer Koalition der AfD mit einer der altrepublikanischen Parteien dürfte in der Sache weniger im Weg stehen, als behauptet und angenommen wird.

Termin
Mi, 19.02.20
20:00 – 23:00 Uhr

Ort
Cafe Luitpold
Brienner Str. 11
80333 München

Kosten
Eintritt frei

anmelden

Karolin Schwarz
freie Journalistin und Faktencheckerin für Kontraste, Faktenfinder, Buzzfeed und Motherboard, sowie Gründerin von Hoaxmap.

Patrick Bahners
schreibt seit 1989 für die FAZ. Nach Stationen in New York und München, berichtet er als Kulturkorrespondent aus Köln. Seit 2016 ist er zudem verantwortlicher Redakteur für Geisteswissenschaften in der FAZ. Bahners ist einer der einflussreichsten Journalisten Deutschlands und Autor des Bestsellers "Die Panikmacher".

Die Hasskrieger sind wieder da!

Vom neuen Rechtsextremismus und warum wir ihn nicht mehr los werden

19.02.20 | 20:00 Uhr | anmelden


Hass im Netz – Gewalt auf der Straße. Der Umgang von Rechtspopulisten und -extremen mit der digitalen Infrastruktur ist versiert. Die neuesten Losungswörter der politischen Sprache sind das Eigene und die Grenze. Ihre Mittel: Strategiepapiere, Guerilla-Marketing und organisierte Hasskampagnen. An die Stelle straff organisierter Gruppen treten immer öfter lose Netzwerke. Nimmt man ihnen den Zugang zu einer Plattform, eignen sie sich die nächste an oder bauen eine eigene Infrastruktur auf. Der Nationalismus ist wieder da. Verspätet kehrt er auch in Deutschland zurück, nachdem seine nach der Wiedervereinigung prophezeite Renaissance ausgeblieben war. Aber was wissen Alexander Gauland und Co. noch von der Nation, die sie angeblich so wichtig nehmen? Als Bildungsidee ist der Nationalgedanke längst tot. Wiedergeboren wird er als Ressentiment. Der AfD gelingt es, die Themen des öffentlichen Gesprächs zu bestimmen, und Politiker von Andrea Nahles („Wir können nicht alle aufnehmen“) bis Horst Seehofer („Herrschaft des Unrechts“) haben die Redensarten der rechtspopulisten bereits übernommen. Einer Koalition der AfD mit einer der altrepublikanischen Parteien dürfte in der Sache weniger im Weg stehen, als behauptet und angenommen wird.


Mit

Karolin Schwarz
freie Journalistin und Faktencheckerin für Kontraste, Faktenfinder, Buzzfeed und Motherboard, sowie Gründerin von Hoaxmap.

Patrick Bahners
schreibt seit 1989 für die FAZ. Nach Stationen in New York und München, berichtet er als Kulturkorrespondent aus Köln. Seit 2016 ist er zudem verantwortlicher Redakteur für Geisteswissenschaften in der FAZ. Bahners ist einer der einflussreichsten Journalisten Deutschlands und Autor des Bestsellers "Die Panikmacher".


Termin
Mi, 19.02.20
20:00 – 23:00 Uhr

Ort
Cafe Luitpold
Brienner Str. 11
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Kosten
Eintritt frei

Kooperationspartner
Salon Luitpold und Herder Verlag


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