Politik

Magazin der Evangelischen Stadtakademie München

Interview mit Stephan Reiß-Schmidt von der Initiative „Soziale Bodennutzung“

Grund und Boden sind nicht eine beliebige Ware, sagt Stephan Reiß-Schmidt, einer der Initiatoren von „Münchner Aufruf für eine andere Bodenpolitik“. http://www.initiative-bodenrecht.de
  • Wohnungen sind Teil der Daseinsvorsorge und gehören nicht auf den freien Markt
  • Die Stadt München sollte bei den Bauauflagen für die privaten Bauträger darauf bestehen, dass 50 Prozent der gebauten Wohnungen preisgedämpft oder gefördert gebaut werden.
  • Politik sollte längerfristige Ziele setzen: in 15 Jahren sollten es anstatt 14 Prozent bezahlbare und sozialgebundene Wohnungen auf 25 Prozent.
  • neue Gesetze müssen gemacht werden: per Vertrag dem Eigentümer Gemeinwohlbindungen auferlegen. 
  • -internationale Investoren, die sich an keine Gemeinwohlbindung halten, sollten aus München wegbleiben.
  • Der Grundfehler der Politik in den 80-90 Jahren: die Wohnungen und der Boden wurden zur Kapitalanlage.
Sehen Sie zu diesem Thema auch die Interviews mit Rouzbeh Taheri von der Berliner Initiative: Deutsche Wohnen & Co enteignen und mit Peter Kraus, dem Gemeinderat der Grünen aus Wien.

Interview mit Peter Kraus (Grüne, Wien)

Peter Kraus ist Grüner Gemeinderat & Landtagsabgeordneter in Wien. Er sprach im Rahmen des Symposiums "Weil gutes Wohnen Recht ist." am 7.5.2019 mit Julia Koloda. Worum geht es? Die Stadt Wien hat ihre Wohn- und Bodenpolitik anders aufgestellt als deutsche Städte. - Die Stadt Wien besitzt noch 1/4 aller Wohnungen der Stadt. - 60 Prozent der Wienerinnen und Wiener wohnen in sozial geförderten Wohnungen. - Die Stadt Wien hat die gemeindeeigenen Wohnungen nicht verkauft. - 1 Prozent vom Lohn jedes Bürgers, jeder Bürgerin fließt als Steuer in die Wohnförderung ein. Unter anderem lässt sich daraus die Wohnförderung bezahlen. - Der soziale Wohnbau hat in Wien eine hohe Akzeptanz. - Der geförderte Wohnbau erlaubt eine hohe soziale Durchmischung. - Der soziale Wohnbau entsteht in allen Bezirken, so dass keine Ghettos entstehen.

Interview mit Rouzbeh Taheri („Deutsche Wohnen & Co. enteignen“)

Rouzbeh Taheri, Initiative "Deutsche Wohnen & Co. enteignen" sprach im Rahmen des Symposiums "Weil gutes Wohnen Recht ist: Wer investiert in soziale Verantwortung?" mit Julia Koloda von der Ev. Stadtakademie in München. Das Programm des Symposiums können Sie hier herunterladen: Weil gutes Wohnen Recht ist. Das Symposium ist eine Kooperationsveranstaltung der Stiftung „Weiter-Denken. Protestantische Kultur und Stadtgesellschaft“, BDA - Bund Deutscher Architekten, Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht  und der Evangelischen Stadtakademie. Eine Veranstaltung II. Wie in soziale Verantwortung investieren? ist für Herbst 2019 geplant.

BEZAHLBARES WOHNEN UND LEBENSQUALITÄT IN MÜNCHEN

Mit welchen Strategien und Instrumenten kann man die Preisexplosion in München stoppen oder verlangsamen? Welche Strategien und Instrumente gibt es? Welche Akteure sind dabei gefragt? Es gibt momentan viele verschiedene Ideen, wie die Preisdynamik verlangsamt werden kann. Sie werden im vorliegenden Mitschnitt vom 3.4.2019 vorgestellt.

Impulsvorträge und Diskussion mit folgenden Teilnehmern:

Stephan Reiß-Schmidt 2:16 - 14:20 (Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht),

Michael Ehret 14:20-22.28, (Ehret & Klein GmbH),

Prof. Mark Michaeli 22:31-31:11, (Lehrstuhl für nachhaltige Entwicklung von Stadt und Land der TU München).

Diskussion mit Moderation von Vera Cornette (BR) 31:50-1:06:49, Fragerunde ab 1:06:50

Eine gemeinsame Veranstaltung von Ev. Stadtakademie, Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Münchner Volksschule und Stiftung „Weiter-Denken. Stiftung für protestantische Kultur und Stadtgesellschaft“.

Diese Veranstaltung ist die erste der vier Informations- und Diskussionsveranstaltungen zu den Instrumenten an, die heute in der Diskussion sind, um die Preisdynamik in der Stadt zu verlangsamen: „Wem gehört’s? Wie Bodenpolitik die Stadt bestimmt“.

Besuchen Sie uns auf Facebook:

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Wolfgang Merkel und Gregor Gysi in der Diskussion: Brauchen wir eine neue Linke?

Es entstand eine spannende Diskussion im vollen Saal der Hochschule der Philosophie am 12.2.2019. Wolfgang Merkel und Gregor Gysi beleuchteten Fehlentwicklungen in der SPD, bei den Linken und auch Europas. Aber sie zeigten auch Perspektiven auf. Die Aufgabe der Linken ist es immer wieder ein sozial gerechteres Europa anzumahnen. Darin waren sich die Experten einig. Schauen Sie sich den vollen Mitschnitt der Diskussion an, die mit Humor, Witz und viel Kompetenz die Frage erläutert: Brauchen wir eine neue Linke? Das Interview mit Gregor Gysi unmittelbar vor der Veranstaltung ist hier zu sehen.

Gregor Gysi im Interview: Brauchen wir eine neue Linke?

Gregor Gysi nimmt Stellung zur Frage, ob wir eine neue Linke brauchen und was es heute bedeutet links zu sein. Er gibt seine Einschätzung zur Politik der SPD und der Zukunft der linken Ideen. Des Weiteren berichtet er über seine 6 Leben. Klicken Sie an, um zu erfahren, welche es waren. Gregor Gysi ist einer der profiliertesten und beliebtesten Politikern in Deutschland. Zwischen 2005 und 2015 führte er die Linksfraktion des Bundestags an, gleichzeitig fungierte er ab 2013 als Oppositionsführer. Legendär ist seine Rede im Bundestag aus dem Jahr 1998 zur Europafrage, wo er vor all den Dingen warnte, die heute Europas Zusammenhalt bedrohen. Gysi erklärte damals, dass es zu erheblichen sozialen und politischen Verwerfungen führen werde, wenn wirtschaftlich so unterschiedlich starke Länder zu einer Union mit einer gemeinsamen Währung zusammengefügt werden, ohne dafür Rahmenbedingungen wie gemeinsame Sozialstandards, Steuerrecht etc. geschaffen zu haben. Um zu dieser Rede zu gelangen, klicken Sie hier. Gregor Gysi ist trotzdem ein Optimist geblieben; er plädiert für eine europäische Integration und keineswegs für einen Austritt aus der Europäischen Union. Dieses Interview wurde im Vorfeld der Veranstaltung "Brauchen wir eine neue Linke?" mit Gregor Gysi und Wolfgang Merkel am 12.02.2019 geführt. Diese Veranstaltung wurde von der Evangelischen Stadtakademie zusammen mit folgenden Kooperationspartnern ausgerichtet: Hochschule für Philosophie, München Kurt Eisner Verein für politische Bildung e.V. / Rosa-Luxemburg-Stiftung Kulturreferat der Landeshauptstadt München

Peter Gauweiler. Evangelisch in Bayern

Ein kurzes Interview von Peter Gauweiler mit Julia Koloda über das neue Buch und das Evangelischsein. München, 01.03.2018
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