Rosenzweig, Luther und die Schrift

Ein deutsch-jüdischer Dialog

Veranstaltungsnummer: 36

Wie viele seiner Verwandten spielte Franz Rosenzweig - 1886 in Kassel als Sohn einer assimilierten jüdischen Familie geboren - lange mit dem Gedanken, zum protestantischen Christentum überzutreten, denn das deutsche Kaiserreich war politisch wie kulturell protestantisch geprägt. 1913 entschied er sich dafür, doch Jude zu bleiben. Mit seinem 1926, drei Jahre vor seinem Tod, verfassten Aufsatz "Die Schrift und Luther" steht er beispielhaft für eine Kultur, die das deutsche Judentum dem Protestantismus zu schulden meinte.
Der von Micha Brumlik herausgegebene Band Luther, Rosenzweig und die Schrift beleuchtet diese Aneignung protestantischer Kultur durch einen deutschen Juden. Was fand der Philosoph und Übersetzer Rosenzweig an Luther und seiner Bibelübersetzung?

Mit:

Prof. Dr. Micha Brumlik, Senior Advisor am Zentrum Jüdische Studien Berlin-Brandenburg
Christoph Kasten, arbeitet am Zentrum Jüdische Studien Berlin/Brandenburg an einer Dissertation zur Transformation des politisch-theologischen Denkens jüdischer Intellektueller im Kontext des Ersten Weltkriegs

Kooperationspartner:

Literaturhandlung, Jüdisches Museum, Liberale Jüdische Gemeinde München Beth Shalom, Chaverim e.V.

Termin:

Dienstag, 17.10.2017, 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Jüdisches Museum, St. Jakobs-Platz 16

Kosten:

  • 10,00 €
  • 8,00 € (ermäßigt)