Drohen und Hoffen. Peter Paul Rubens "Großes Jüngstes Gericht"

GLAUBENSBEKENNTNISSE. Bilddialoge zum Lutherjahr

Veranstaltungsnummer: 74

Im Gegensatz zu anderen Reformatoren, die Bilder aus der Religion verbannen wollten, und anders als seine eigenen radikalen Anhänger im Bildersturm setzte Luther auf die Sprache der Bilder. Wir laden Sie zu Dialogen über Glaubensbekenntnisse in der Kunst ein. Welche Standpunkte zeigen die Maler? Und wie lesen wir die Bilder mit konfessionell unterschiedlich geprägten Augen? Weniger die historische Verortung als vielmehr die aktuellen Sichtweisen stehen im Vordergrund. Welche Rolle können Kunstwerke im Nachdenken über den Glauben spielen?
Am 23. Mai widmen wir uns einem Hauptwerk von Peter Paul Rubens, dem genau hundert Jahre nach Luthers Thesenanschlag entstandenen "Großen Jüngsten Gericht". Das Gemälde wurde für den Hochaltar der neu errichteten Jesuitenkirche in Neuburg an der Donau beauftragt. Zuvor war der Auftraggeber, Herzog Wolfgang Wilhelm, zum Katholizismus konvertiert. Er bestellte bei einem der erfolgreichsten Bildgestalter der Gegenreformation, der seine Komposition eindrücklich in Gut und Böse teilt. Wie gehen wir heute mit dieser Spaltung um?


Treffpunkt jeweils im Foyer des Museums mit Eintrittskarte.
Die Reihe wird bis Oktober 2017 fortgesetzt.

Mit:

Rainer Hepler, Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising
Jutta Höcht-Stöhr, Pfarrerin, Leiterin der Evangelischen Stadtakademie München
Jochen Meister, Leiter der Kunstvermittlung

Kooperationspartner:

Pnatkotheken, Kunstpastoral der Erzdiözese München und Freising

Termin:

Dienstag, 23.05.2017, 18:00 Uhr - 19:00 Uhr

Veranstaltungsort:

Alte Pinakothek