Das Magazin: Mediathek und Blog

Erlebtes vertiefen – Verpasstes nachvollziehen

Europäische Digitale Infrastruktur. Videoaufzeichnung

Hat Europa nur die Wahl zwischen amerikanischen Monopolisten und chinesischen Staatsbetrieben, wenn es um die Errichtung seiner digitalen Infrastruktur und um Provider geht? Oder hat es genug digitale Kompetenz, innovative Unternehmen und politische Entschlusskraft, um eigene europäische Lösungen wettbewerbsfähig zu machen. Im Interesse der Demokratie, der Freiheit des Internets und des Datenschutzes wäre dies mehr als notwendig. Europa muss seine digitale Souveränität stärken, indem es ein digitales Ökosystem aufbaut, das auf die Gestaltungshoheit Europas und die demokratische Kontrolle durch seine Bürgerinnen und Bürger setzt. Wie die Gestaltung der digitalen Souveränität Europas aussehen kann, darüber diskutieren unsere Experten gemeinsam mit Ihnen.
PROF. DR. JAN-HENDRIK PASSOTH Professor für Techniksoziologie an der European New School of Digital Studies (ENS), Europa Universität Viadrina
MARCO-ALEXANDER BREIT Leitet die Stabsstelle Künstliche Intelligenz im Bundesministerium für Wirtschaft und Energie
ANN CATHRIN RIEDEL Themenmanagerin für digitale Transformation und Innovation bei der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit JANNIS BRÜHL Leiter Digitalressort der Süddeutschen Zeitung
In Kooperation mit der Friedrich-Naumann-Stiftung für die Freiheit und Thomas-Dehler-Stiftung.  

Nach dem Wettbewerb: Wie geht‘s weiter mit dem Münchner Nordosten? Erster Abend. Videoaufzeichnung

Nach dem Wettbewerb: Wie geht‘ weiter mit dem Münchner Nordosten? Was können wir aus dem Wettbewerbsergebnis lernen, was ist offengeblieben? Eine Videoaufzeichnung der Zoomkonferenz am 18.11.2020
  1. Vorstellung der Preisträger-Entwürfe von Prof. Markus Allmann, Universität Stuttgart, Vorsitzender des Preisgerichts
  2. Vorstellung des Projekts: Die Stadt der Vielen – Warum der Münchener Nordosten uns alle angeht Inke Mumm, Max Ott, Arge „Stadt der Vielen“
  Mit dem Ergebnis des städtebaulichen und landschaftsplanerischen Ideenwettbewerbs liegen seit Anfang des Jahres anschauliche Bilder und durchdachte Konzepte zur räumlichen Entwicklung des Münchner Nordostens auf dem Tisch. Der Münchner Stadtrat muss nun, basierend auf dem Wettbewerbsergebnis, die Weichen für die Entwicklung eines neuen Stadtquartiers mit bis zu 30.000 Einwohnerinnen und Einwohnern stellen. Viele Fragen sind angesprochen und zum Teil beantwortet, aber vieles ist auch noch offen und bedarf inhaltlich und hinsichtlich des weiteren Planungsprozesses einer Klärung und Vertiefung. Die Veranstaltungsreihe will die wichtigsten Qualitätsfragen zur Debatte stellen, die mit der Entwicklung eines lebendigen Stadtquartiers im Nordosten verknüpft sind. KOOPERATIONSPARTNER BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung, Münchner Volkshochschule / Nord-Ost-Forum und Münchner Initiative für ein soziales Bodenrecht   AUS DER REIHE Nach dem Wettbewerb: wie geht's weiter mit dem Münchner Nordosten?

Das Ende des Geldes, wie wir es kennen. Videoaufzeichnung

Alexander Hagelüken stellt sein Buch vor "Das Ende des Geldes, wie wir es kennen" im Gespräch mit Philippa Sigl-Glöckner. Aufzeichnung des Livestreams in der Evangelischen Stadtakademie vom 22.10.2020 Die Welt des Geldes verändert sich rasant. Bargeld und Zinsen verschwinden. Corona hat auch im bargeldaffinen Deutschland das Bezahlen stärker digitalisiert – doch dabei sammeln Digitalkonzerne wie Apple und Google Daten. Sie wollen das Bargeld verdrängen. Gleichzeitig greifen Kryptowährungen wie Bitcoin und Facebooks Libra etablierte Staatswährungen wie den Euro an. Worauf müssen wir uns einstellen in der schönen neuen Welt des Geldes? Wie kann sich jeder Einzelne vor Enteignung und Überwachung schützen? ALEXANDER HAGELÜKEN Ökonom, ist Leitender Redakteur für Wirtschaftspolitik und leitete zuvor den Finanzteil der Süddeutschen Zeitung. Seine Bücher über Ungleichheit (Das gespaltene Land, 2017) und die Rente (Lasst uns länger arbeiten, 2019) haben für lebhafte Debatten gesorgt. 2020 erschien sein Buch "Das Ende des Geldes, wie wir es kennen" im Verlag C.H.Beck. IM GESPRÄCH MIT: PHILIPPA SIGL-GLÖCKNER sie studierte Informatik in Oxford und Volkswirtschaft in London, ist Gründerin des ökonomischen Thinktanks "Dezernat Zukunft", arbeitet im Bundesfinanzministerium und gehört dem wissenschaftlichen Beirat des SPD Bundesvorstands an. KOOPERATIONSPARTNER BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung und Verlag C.H.Beck    

Kurze Geschichte des Antisemitismus. Videoaufzeichnung

Prof. Dr. Peter Schäfer stellt sein Buch: "Die kurze Geschichte des Antisemitismus" im Gespräch mit Dr. Mirjam Zadoff vor. Aufzeichnung vom Livestream in der Evangelischen Stadtakademie vom 16.11.2020 Schon in der vorchristlichen Antike gab es Judenhass, Ghettos und Pogrome, doch erst die neutestamentlichen Schriften schufen mit ihrer Gegnerschaft zum Judentum die Voraussetzungen für Ritualmordlegenden und Verfolgungen im christlichen Mittelalter. Das 19. Jahrhundert begründete den Antisemitismus rassistisch, und allzu viele waren zur Zeit des Nationalsozialismus bereit, sich an der „Endlösung der Judenfrage“ zu beteiligen oder schauten lieber weg. Man hätte meinen können, dass der Schock des Massenmordes die Verhältnisse grundlegend verändert hätte, doch rechte wie linke Ideologien und Antizionismus dringen seit Jahren mit antisemitischem Gepäck in die Mitte der Gesellschaft vor und bereiten den Boden für neue Gewalt. Gibt es Muster und Grunddynamiken, die den Antisemitismus über alle Epochenbrüche hinweg bestimmen? Prof. Dr. Peter Schäfer lehrte als Judaist an der FU Berlin und der Princeton University und war bis 2019 Direktor des Jüdischen Museums Berlin. Derzeit ist er als Fellow der Carl Friedrich von Siemens Stiftung in München. Sein jüngstes Buch "Kurze Geschichte des Antisemitismus", das wir an diesem Abend vorstellen, erschien 2020 im Verlag C.H.Beck im Gespräch mit Dr. Mirjam Zadoff, Historikerin und Direktorin des NS-Dokumentationszentrums München. Kooperationspartner Jüdisches Museum München und Verlag C.H.Beck

Aufzeichnung Unidialog Prof. Edenhofer: weiter so – oder umsteuern?

Die Aufzeichnung vom Zoom-Vortrag vom 11.11.2020 bei der Evangelischen Stadtakademie und Bayernforum der Friedrich-Ebert-Stiftung. Die PDFs, die im Video gezeigt werden, können Sie unter diesem Link anschauen oder herunterladen: zu den Folien. Vor Corona war der Klimawandel das bestimmende Thema. Die meisten Experten waren sich einig, dass eine umfassende Veränderung in den Bereichen Energie, CO²-Steuer, Konsum, Ressourcennutzung, Verkehr, Ernährung und Wohnen nötig sei. Die Corona-Krise wird mit Milliarden Euro schweren staatlichen Hilfspaketen bekämpft. Doch werden mit diesen Hilfspaketen zugleich die Klimaziele befördert? FÜR SEIN „HERAUSRAGENDES ENGAGEMENT FÜR DEN KLIMASCHUTZ“ ERHIELT OTTMAR EDENHOFER DEN DEUTSCHEN UMWELTPREIS 2020. „Der Ökonom Ottmar Edenhofer erhalte den Preis unter anderem, weil er mit seinem Vorschlag einer CO2-Bepreisung erheblich zur Einigung der Bundesregierung auf das Klimapaket beigetragen habe, hieß es von der Bundesstiftung. Er sei einer der global einflussreichsten Pioniere der Ökonomie des Klimawandels. Der 59-Jährige, der auch Direktor des Mercator Research Institute on Global Commons and Climate Change (MCC) ist, habe es durch „seine exzellenten Forschungen, wissenschaftsbasierten Politikberatungen sowie sein hohes Engagement“ geschafft, über den wirtschaftlichen Denkansatz Lösungen gegen den Klimawandel anzubieten, so Bonde. Dabei habe er auch Fragen der sozialen Gerechtigkeit behandelt.“ Kooperationspartner: Hochschulforum der Evangelischen und Katholischen Studierendengemeinden an der LMU, BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung. Abonnieren Sie unseren Kanal, dann verpassen Sie keine Videos. Besuchen Sie unsere Homepage: https://www.evstadtakademie.de/ Besuchen Sie unsere Mediathek für mehr Videos: https://www.evstadtakademie.de/magazin/ Besuchen Sie uns auf Facebook: https://www.facebook.com/EvStadtakademieMuenchen

Klimaschutz in Gefahr. Zum Nachschauen

Der Vortragsabend "Klimaschutz in Gefahr: Europas rechte Netzwerke der Klimawandelleugner" mit Dr. Susanne Goetze und Annika Joeres fand virtuell am 07. Oktober 2020 statt. Die Online- Veranstaltung ist Teil des Münchner Klimaherbst 2020 „Welt wohin? – Reise in eine bessere Zukunft“ (www.klimaherbst.de) und des Münchner Forum Nachhaltigkeit in Kooperation mit der Evangelische Stadtakademie München und der Stiftung Bildungszentrum der Erzdiözese München und Freising. Ihre Argumente sind krude, ihre Finanzen undurchsichtig, aber ihr Einfluss reicht bis in Regierungen. Klimawandelskeptiker v.a. aus dem rechten politischen Lager und Lobbyisten der Fossilindustrie sind nicht nur in den USA aktiv, sondern auch in Europa. Ihr Ziel: Klimaschutzgesetze torpedieren, die Verbrennung fossiler Rohstoffe fördern und die Staaten dazu bewegen, aus dem Pariser Weltklimaabkommen auszusteigen. In Deutschland ist es vor allem die AfD, die den Klimawandelleugnern eine politische und parlamentarische Stimme verleiht. Aber nicht nur extrem rechte Parteien wie die AfD versuchen, effektiven Klimaschutz zu verhindern. Wie in den USA gibt es auch in Deutschland und Europa – neben den einschlägigen Lobbygruppen der fossilen Industrie – eine Reihe von neoliberalen Denkfabriken, die Ergebnisse der Klimaforschung und Klimapolitik infrage stellen. Mit welchen Strategien, Netzwerken und Argumenten kämpfen die Klimaschutzbremser gegen die deutsche und europäische Klimaschutzpolitik? Ist es ein Zufall, dass dieselben Menschen, die gegen Migration und freie Presse sind, auch Erkenntnisse zum Klimawandel bestreiten? Diesen und weiteren Fragen werden die beiden Referentinnen in ihrem Vortrag nachgehen. Dr. Susanne Götze ist Historikerin, Journalistin sowie Autorin und arbeitet u.a. als Wissenschaftsredakteurin beim SPIEGEL. Annika Joeres ist Journalistin und Autorin und arbeitet in Frankreich für das investigative Recherchenetzwerk correctiv.org und DIE ZEIT. Buchhinweis: Susanne Götze & Annika Joeres: Die Klimaschmutzlobby. Wie Politiker und Wirtschaftslenker die Zukunft unseres Planeten verkaufen, München 2020. Zum Interview von Susanne Götze und Annika Joeres mit Julia Koloda

Liebeserklärung an die Demokratie. Let’s Fall In Love Again

Liebeserklärung an die Demokratie von Wiebke Puls. Im Rahmen der "Langen Nacht der Demokratie 2020". Eine gemeinsame Veranstaltung von der Fachstelle für Demokratie der LH München, dem BayernForum der Friedrich-Ebert-Stiftung, der Münchner VHS und der Evangelischen Stadtakademie. Produktion: Evangelische Stadtakademie/TURIYA Film

Marcus Böick: Die Treuhand. Videovortrag

Buchvorstellung von Marcus Böick: Die Treuhand. Idee - Praxis - Erfahrung 1990 - 1994, am 30.09.2020 in der Evangelischen Stadtakademie München. Die Treuhandanstalt war eine der umstrittensten Organisationen in der deutschen Geschichte. Als „größtes Unternehmen der Welt“ führte sie einen Vermögensumbau von bisher unbekanntem Ausmaß durch. Zwischen kollabierendem Realsozialismus und sich globalisierendem Kapitalismus überführte ihr Personal die „volkseigenen“ Betriebe der DDR vom Plan zum Markt. Verkäufe an zumeist westdeutsche Investoren, Branchenabwicklungen und Massenentlassungen prägten ihre krisengeschüttelte Geschäftspraxis nicht weniger als wütende Proteste, politische Kontroversen und öffentliche Skandale. Welchen Folgen haben diese Entwicklungen bis heute? Jenseits zeitgenössischer Bewertungen als alternativloser »Erfolg« oder neoliberale »Abwicklung« wirft Marcus Böick erstmals einen zeithistorischen Blick auf den widersprüchlichen Auftrag des Wirtschaftsumbaus. An der Schnittstelle von Wirtschafts- und Kulturgeschichte zeichnet er die zugrundeliegenden Ideen, den dynamischen Organisationsalltag und die facettenreichen Erfahrungen der Mitarbeiter nach, die die Transformation so maßgeblich wie unvorbereitet mitgestaltet haben. DR. MARCUS BÖICK Akademischer Rat a.Z., Historisches Institut der Ruhr-Universität Bochum, Professur für Zeitgeschichte, Autor von "Die Treuhand", Suhrkamp Verlag , 2020 Folien zum Vortrag herunterladen.

Abschied vom Billigfleisch. Europäische „Farm to Fork“-Strategie für mehr Tierschutz? Videomitschnitt zum Nachschauen

Die Fleischindustrie steht nach mehreren Corona-Ausbrüchen erneut in der Kritik – nicht nur aufgrund der Arbeitsbedingungen, sondern auch wegen der miserablen Tierhaltung. Grenzübergreifender Tiertransport, europaweite Massentierhaltung: Tierschutz ist, was Viele nicht wissen, eine europäische Angelegenheit. Für das „Wohlergehen der Tiere als fühlende Wesen“ tragen „die Union und die Mitgliedstaaten (…) in vollem Umfang Rechnung“ – so ist Tierschutz im Vertrag von Lissabon (Art. 13AEUV) festgeschrieben. Von der Umsetzung dieser Verpflichtung sind wir weit entfernt. Im Zuge des Green Deal ist bis 2030 eine europäische Agrarreform geplant. Mit der darin inbegriffenen „Farm to Fork“-Strategie soll eine sozial-ökologisch nachhaltige Landwirtschaft eingeleitet werden. Welche Lösungen würde die neue Strategie angehen? Welche Rolle spielt Tierschutz in den Reformplänen? Und wie kann die landwirtschaftliche Tierhaltung artgerechter werden? Diskussion vom 14.07.2020 mit Maria Noichl, Mitglied des Europäischen Parlaments, Mitglied im Ausschuss für Landwirtschaft und Ländliche Entwicklung des Europäischen Parlaments; Jenny Schlosser, Deutscher Tierschutzbund e.V., Referentin für Bundes- und Länderpolitik. Moderation: Eva Huber, Bayerischer Rundfunk

Ronen Steinke: Terror gegen Juden. Wie antisemitische Gewalt erstarkt und der Staat versagt

Online-Buchpräsentation und Gespräch mit Ronen Steinke und Mirjam Zadoff
In Deutschland hat man sich an Zustände gewöhnt, an die man sich niemals gewöhnen darf: Jüdische Schulen müssen von Bewaffneten bewacht werden, jüdischer Gottesdienst findet unter Polizeischutz statt, Bedrohungen sind alltäglich. Der Staat hat zugelassen, dass es so weit kommt – durch eine Polizei, die diese Gefahr nicht effektiv abwehrt, sondern verwaltet; durch eine Justiz, die immer wieder beschönigt. Im Gespräch mit Mirjam Zadoff (NS-Dokumentationszentrum München) berichtet der Autor Ronen Steinke vom jüdischem Leben im Belagerungszustand und diskutiert, was sich in Deutschland ändern muss und warum der Staat versagt hat.

Videomitschnitt: Mitreden – Mitgestalten. (Wie) Gelingt Bürgerbeteiligung?

Mitschnitt einer Zoomveranstaltung vom 08.07.2020. Hochhausentscheid, zweite S-Bahn-Stammstrecke, Radschnellwege, Entwicklung neuer Stadtquartiere … Bürgerbeteiligung ist bei der Stadtplanung das Gebot der Stunde. In der Praxis stellen sich viele Fragen: Welche Beteiligungsformate versprechen Erfolg? Wie verbindlich und wie konstruktiv ist der Dialog zwischen Stadtplanung, Politik und Bürgerschaft? Verfügen Bürger/innen über das nötige (Fach-)Wissen? Wer beteiligt sich – und wer nicht? Mit PROF. DR. KLAUS SELLE NetzwerkStadt und Emeritus für Planungstheorie und Stadtentwicklung an der RWTH Aachen Mit SABETH TÖDTLI Urbanistin, nextzürich Mit DIPL.-ING. ARNE LORZ Leiter der Stadtentwicklungsplanung im Planungsreferat der Landeshauptstadt München

Rainer Liepold: Hinter den Türen des Krematoriums

Wie schaut es hinter den Türen des Krematoriums aus? Lassen sich immer mehr Menschen nach dem Tod kremieren? Und wenn ja, wo lassen sie ihre Asche begraben? Was passiert mit den Erinnerungen an die Person, wenn sie sich anonym begraben lässt? Wie verändert sich die Bestattungskultur, wenn wir zu einer immer virtuelleren Gesellschaft werden? Was ist noch gedenkenswert? Rainer Liepold ist Pfarrer und Spezialist für Bestattungskultur. Er entwickelt gerade ein Projekt zum virtuellen Gedenken mit Miklos Geyer (www.gedenkenswert.de ist noch in Arbeit, wird vermutlich im Spätsommer an den Start gehen) Wir bieten regelmäßige Führungen ins städtische Krematorium an. Melden Sie sich bei Interesse bei uns an.

Mareike Ohlberg: Die lautlose Erberung. Vortragsmitschnitt

Die These des Buches "Die lautlose Eroberung. Wie China die westlichen Demokratien unterwandert und die Welt neu ordnet." ist „Chinas Aufstieg zur Weltmacht ist unaufhaltsam. Lange erwartete man, dass sich das Land mit zunehmendem Wohlstand demokratisieren würde. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Kommunistische Partei Chinas unter Xi Jinping hält sich mit allen Mitteln an der Macht. Die politische Führung bringt Wirtschaft und Gesellschaft im eigenen Land auf Linie und hat ein weitreichendes Programm entwickelt, mit dem China die westlichen Demokratien unterwandert und eine neue Weltordnung etablieren will. Dabei setzt die Kommunistische Partei nicht nur ihre Wirtschaftsmacht als Waffe ein, sondern ein breites politisches Instrumentarium.“ Wie weitreichend der chinesische Einfluss  ist, wird Thema des Abends sein. Wie soll Deutschland, wie Europa mit der neuen Weltmacht China umgehen? Ein Anstoß zu einer notwendigen Debatte. Mit und von Dr. Mareike Ohlberg. Mareike Ohlberg war bis Ende April 2020 wissenschaftliche Mitarbeiterin des Mercator Institute for China Studies (MERICS) in Berlin. Nach dem Studium der Ostasienwissenschaften an der Universität Heidelberg und der Columbia University promovierte Ohlberg über Chinas Außenpropaganda nach 1978. Ohlberg ist eine der profiliertesten deutschsprachigen Chinaexpertinnen, zu ihren Forschungsthemen hält sie zahlreiche Vorträge und veröffentlicht neben Fachartikeln u.a. auch in der New York Times und der Neuen Zürcher Zeitung. Sie ist Senior Fellow im Asien-Programm des German Marshall Fund und zusammen mit Clive Hamilton Autorin von „Die lautlose Eroberung. Wie China die westlichen Demokratien unterwandert und die Welt neu ordnet“, DVA 2020 Die Folien zum Vortag zum Herunterladen.

Klimaschmutzlobby. Interview mit Susanne Götze und Annika Joeres

Ihre Argumente sind krude, ihre Finanzen undurchsichtig, aber ihr Einfluss reicht bis in Regierungen. Klimawandelskeptiker v.a. aus dem rechten politischen Lager und Lobbyisten der Fossilindustrie sind nicht nur in den USA aktiv, sondern auch in Europa. Ihr Ziel: Klimaschutzgesetze torpedieren, die Verbrennung fossiler Rohstoffe fördern und die Staaten dazu bewegen, aus dem Pariser Weltklimaabkommen auszusteigen. Mit welchen Strategien, Netzwerken und Argumenten kämpfen die Klimaschutz-Bremser gegen die europäische Klimaschutzpolitik? Das Interview mit Susanne Götze und Annika Joeres führte Julia Koloda am 22.06.2020. Die Veranstaltung "Klimaschutz in Gefahr. Europas rechte Netzwerke der Klimawandelleugner" wird im Oktober stattfinden.

Die lautose Eroberung. Folien zum Herunterladen

 
Mareike Ohlberg, Clive Hamilton: Die lautlose Eroberung. Wie China westliche Demokratien unterwandert und die Welt neu ordnet.
Folien zum Online-Vortrag von Mareike Ohlberg vom 29.6.2020
Die These des Buches: „Chinas Aufstieg zur Weltmacht ist unaufhaltsam. Lange erwartete man, dass sich das Land mit zunehmendem Wohlstand demokratisieren würde. Doch das Gegenteil ist der Fall. Die Kommunistische Partei Chinas unter Xi Jinping hält sich mit allen Mitteln an der Macht. Die politische Führung bringt Wirtschaft und Gesellschaft im eigenen Land auf Linie und hat ein weitreichendes Programm entwickelt, mit dem China die westlichen Demokratien unterwandert und eine neue Weltordnung etablieren will. Dabei setzt die Kommunistische Partei nicht nur ihre Wirtschaftsmacht als Waffe ein, sondern ein breites politisches Instrumentarium.“  
Weitere Folien zum Thema "China" in unserem Blog:
Doris Fischer, Die Neue Seidenstraße
Folien zur Veranstaltung vom 21.11.2019 mit Prof. Dr. Doris Fischer Lehrstuhl China Business and Economics, Universität Würzburg Folien zum Herunterladen  
Nis Grünberg, China in der „neuen Ära“: politische Reform unter Xi Jinping
Folien zur Veranstaltung vom 7.11.2019 von Nis Grünberg vom Mercator Institute for China Studies. Folien zum Herunterladen  
Lesen Sie des Weiteren den Blogbeitrag „Konfuzius Erben?“ zum Vortrag am 29.10.2019 vom Prof. Hans van Ess 
Oder schauen Sie das Interview mit Prof. Hans van Ess an.

Überwindung der Gleichgültigkeit. Interview mit Alexander Batthyány

Mitten im Wohlstand haben die meisten Menschen zwar genug, wovon sie leben können, viele scheinen aber nicht mehr recht zu wissen, wofür es sich zu leben lohnt. Unverbindlichkeit, Gleichgültigkeit, Langeweile und Sinnlosigkeitsgefühle sind weit verbreitet. Alexander Batthyány bietet einen grundlegenden Gegenentwurf. Er sagt: Der Mensch ist sinnorientiert. Er will also nicht nur, dass es ihm gut geht. Er will auch wissen, wozu er gut ist. Anhand seiner Forschungsergebnisse zeigt es Wege hin zu einer engagierten, sinnerfüllten Lebensführung. Julia Koloda von der Evangelischen Stadtakademie München im Gespräch mit Prof. Dr. Alexander Batthyány am 22.5.2020. PROF. DR. ALEXANDER BATTHYÁNY ist Direktor des Viktor-Frankl-Instituts in Wien, unterrichtet Theoretische Grundlagen der Kognitionswissenschaften an der Universität Wien sowie Logotherapie und Existenzanalyse an der dortigen Universitätsklinik für Psychiatrie. Autor von Die Überwindung der Gleichgültigkeit, 2017 AUFGRUND DER CORONAKRISE WURDE DIE VERANSTALTUNG AUF FREITAG, 18.09.20 VERSCHOBEN.

Kann das Leben scheitern? Vortrag von Michael von Brück

Kann das Leben scheitern? Durch Misserfolg, Einsamkeit oder Verlust geraten Menschen in tiefe Sinnkrisen oder Depressionen. Therapeutisch versucht man, durch Medikamente oder Gespräche, alltäglich auch durch Strategien der Ablenkung aus der Sackgasse herauszukommen. Vielleicht liegt das Problem aber noch tiefer – an einer Haltung zum Leben, die gar nicht stimmig sein kann, an einem Mangel an Vertrauen, an unzureichender Erfahrung mit den Möglichkeiten unseres Bewusstseins? Wir werden dem Problem ohne vorschnelle Beschwichtigungen nachgehen und auch angesichts der gegenwärtigen Krise nach Lösungen suchen, die unsere Lebensqualität verbessern können.

Vortrag Ulrich Eberl: Revolution der smarten Maschinen

Zoom-Vortrag vom 26.5.2020: Revolution der smarten Maschinen. Wie Künstliche Intelligenz unser Leben verändert. Wir stehen vor der größten industriellen Revolution seit 250 Jahren. Computerprogramme, die eigenständig lernen und entscheiden, werden unser Leben grundlegend verändern – von Smart Factory, Smart Office und Smart Home über autonomes Fahren, Smart Health, Smart Farming und Smart Grid (beim Klimawandel / Energiewende braucht man unbedingt intelligente Netze) bis hin zu Smart Cities. Auch beim Kampf gegen das Corona Virus wird Künstliche Intelligenz derzeit intensiv eingesetzt. Überall entstehen neue Chancen, aber auch neue Bedrohungen für Arbeitsplätze, Privatsphäre, Sicherheit und durch Manipulation. Was kann Künstliche Intelligenz wirklich leisten und wo liegen ihre Grenzen? Zukunftsforscher Ulrich Eberl bringt zudem einen besonderen Gast mit: seinen Roboter Nao Bluestar, mit dem er ins Gespräch kommt.

Ingrid Krau Interview: Welche Energiewende wollen wir haben? Wie ist München mit dabei?

Prof. Ingrid Krau im Gespräch mit Julia Koloda. Während die Erzeugung von Windenergie durch Energiewirtschaftsgesetz, Abstandserlass und EEG-Vorgaben landauf, landab in Bedrängnis gerät, expandieren die Großen der Branche über On- und Offshore-Anlagen. Die Energiewende verbindet sich mit neuen Unternehmens- und Kapitalkonzentrationen, befördert Großtechnologien und gigantische Infrastrukturen. Die digitale und dezentrale Verknüpfung der Vielfalt kleiner regenerativer Energieerzeuger wird damit ausgebremst. Wie ist es dazu gekommen? Und welche Energiewende brauchen wir? AUS DER REIHE Klimanotstand - Was tun!   

Mouhanad Khorchide Interview: Gottes falsche Anwälte. Der Verrat am Islam

Prof. Dr. Mouhanad Khorchide im Interview mit Julia Koloda über sein neues Buch "Gottes falsche Anwälte. Der Verrat am Islam", das am 13.7.2020 erscheinen wird. Wie der Islam zu dem wurde, was er in seinen Anfängen nicht war: Herr Khorchide erläutert informativ und verständlich wie eine Religion, in der Liebe und Barmherzigkeit eine wichtige Rolle gespielt haben, zu einer Religion der angstvollen Unterwerfung wurde. Abonnieren Sie unseren Kanal, dann verpassen Sie keine Videos. Prof. Khorchide kommt am 10.12.2020 in die Stadtakademie und stellt sein neues Buch vor.  Besuchen Sie unsere Homepage: https://www.evstadtakademie.de/ Besuchen Sie uns auf Facebook: https://www.facebook.com/EvStadtakademieMuenchen

Interview mit Dr. Wolfgang Schmidbauer zur Corona-Krise

Dr. Wolfgang Schmidbauer erzählt im Interview mit Julia Koloda über sein neu erschienenes Buch KALTES Denken, WARMES Denken: Über den Gegensatz von Macht und Empathie. Weitere Themen: was hat das warme Denken mit Corona-Krise zu tun? Was hilft in der Krise? Welche Strategien lassen sich anwenden, damit wir die Krise gut überstehen?

Videomitschnitt: Die Hasskrieger sind wieder da!

 Videomitschnitt der Veranstaltung: die Hasskrieger sind wieder da! Vom 19.2.2020 im Salon Luitpold mit Karolin Schwarz und Patrick Bahners.

Hass im Netz – Gewalt auf der Straße. Der Umgang von Rechtspopulisten und -extremen mit der digitalen Infrastruktur ist versiert. Die neuesten Losungswörter der politischen Sprache sind das Eigene und die Grenze. Ihre Mittel: Strategiepapiere, Guerilla-Marketing und organisierte Hasskampagnen. An die Stelle straff organisierter Gruppen treten immer öfter lose Netzwerke. Nimmt man ihnen den Zugang zu einer Plattform, eignen sie sich die nächste an oder bauen eine eigene Infrastruktur auf. Der Nationalismus ist wieder da. Verspätet kehrt er auch in Deutschland zurück, nachdem seine nach der Wiedervereinigung prophezeite Renaissance ausgeblieben war. Aber was wissen Alexander Gauland und Co. noch von der Nation, die sie angeblich so wichtig nehmen? Als Bildungsidee ist der Nationalgedanke längst tot. Wiedergeboren wird er als Ressentiment. Der AfD gelingt es immer wieder, Themen des öffentlichen Gesprächs zu bestimmen, und Politiker haben zeitweise Redensarten der Rechtspopulisten übernommen. Derzeit arbeitet die AfD an einem bürgerlichen Image, um sich als Koalitionspartner ins Gespräch zu bringen.
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